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Görlitz liegt in der niederschlesischen Oberlausitz am westlichen Ufer der Neiße, die hier durch die Ausläufer des malerischen böhmisch-lausitzischen Grenzgebirges den Ostrand der Lausitzer Platte durchbricht.
Zur Stadt führt ein sehr alter Handels- und Jakobsweg, der zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches „Via Regia“ hieß, jetzt Hohe Straße. Görlitz wurde 1071 erstmals als Ort erwähnt. König Johann von Luxemburg und Kaiser Karl IV. statteten es mit Münzrecht, Straßenrecht, Brau-, Salzgerechtigkeit und weiteren Rechten aus. Görlitz gehörte der Markgrafschaft Oberlausitz und darin dem Oberlausitzer Sechsstädtebund an. Ab 1520 wurde die Reformation eingeführt. 1635 kam die Stadt zum Kurfürstentum Sachsen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Stadt geteilt. Die ehemaligen Stadtteile am östlichen Flussufer bilden seit der Grenzziehung von 1945 beziehungsweise der endgültigen Festschreibung der Staatsgrenze 1990 die polnische Stadt Zgorzelec. Görlitz und Zgorzelec als polnische Schwesterstadt verstehen sich als eine Europastadt – eine Stadt zweier Staaten, Nationalitäten und Kulturen. Und als ein Symbol gelebter Einheit in Europa.
Seit der Wiedervereinigung zog die Stadt das Interesse zahlreicher Investoren auf sich und wurde nahezu gänzlich restauriert. Es gibt in Deutschland nur wenige vergleichbare Städte, die eine solche Dichte von gut erhaltenen Baudenkmälern verschiedenster Epochen aufweisen können.
Die Doppelstadt Görlitz / Zgorzelec, die sich dem Zipfelbund anschloss, ist ein faszinierender und denkwürdiger Ort, den es zu entdecken lohnt: Bauwerke aus Gotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil sind original erhalten. Lassen Sie sich überraschen!
